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Die SPD regiert. Das Land kommt voran.
12. December 2014 16:07

Ausbildung schafft Lebenschancen

Themenmotiv: Die Ausbildungsplatzgarantie kommt

Die SPD hält Wort. Die Bundesregierung schafft sichere Perspektiven für junge Menschen. Bei der Vorstellung der neuen „Allianz für Ausbildung“ am Freitag sprach der SPD-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) von einem Meilenstein für die Nachwuchssicherung der deutschen Wirtschaft.

Bundesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und die Länder haben am Freitag eine neue „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ gegründet. Sie löst den bisherigen Ausbildungspakt ab, den die schwarz-gelbe Bundesregierung, ohne die Beteiligung der Gewerkschaften ausverhandelt hatte. 

Endlich kommt die Ausbildungsplatzgarantie

Die neue Allianz setzt die lange von der SPD und den Gewerkschaften angestrebte Ausbildungsplatzgarantie um. Darüber hinaus gibt gibt sie 500.000 jungen Menschen, die sich jährlich um einen Ausbildungsplatz bewerben, eine  verlässlichere Perspektive,. Sie. „alle haben das Recht auf gleiche Bildungs- und damit Lebenschancen, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern oder ihrer Herkunft. Dazu leistet die Allianz einen wichtigen Beitrag“, unterstrich SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi am Freitag.
 
SPD-Chef Sigmar Gabriel machte deutlich, dass die Auszubildenden von heute die Fachkräfte von morgen seien: „Fehlen sie in der dualen Ausbildung, so fehlen sie später auch in den Betrieben.“ Gabriel hatte bei den Verhandlungen zur neuen Ausbildungsallianz die Regierung vertreten. Gabriel betonte, dass die Allianz ein Meilenstein für die Nachwuchssicherung der deutschen Wirtschaft sei.

Mehr Verlässlichkeit für junge Menschen

Der im Rahmen der Allianz vorgestellte „Ausbildungspfad“  schafft Verlässlichkeit. Jeder Jugendliche bekommt ein Angebot für einen Ausbildungsplatz. Die Wirtschaftsvertreter sagten zu, dass sie im kommenden Jahr 20.000 neue Ausbildungsplätze anbieten werden. Gleichzeitig beginnt der Einstieg in das Modell der assistierten Ausbildung, in dem der Bund im neuen Ausbildungsjahr zunächst 10.000 Plätze finanziert.

Mit der assistierten Ausbildung sollen besonders kleine und mittlere Unternehmen bei der Ausbildung von leistungsschwächeren Jugendlichen unterstützt werden. Es geht darum, die Talente zu erkennen und zu entwickeln.

Aktuell gibt es 37.000 freie Ausbildungsplätze und etwa 21.000 Jugendliche, die noch immer keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. „Wir können es nicht hinnehmen, dass rund 260.000 junge Menschen in den Maßnahmen im Übergang von der Schule in die Ausbildung stecken - oftmals ohne Aussicht auf einen Berufsabschluss. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel: weg von den zahllosen Maßnahmen im Parallelsystem und hin zu betrieblicher Ausbildung. Bei Bedarf eben mit professioneller Begleitung“, mahnte der DGB Vorsitzende Reiner Hoffmann am Freitag.

Die Bündnispartner der neuen Allianz machen deutlich, dass es beides braucht: gute berufliche Ausbildungen und akademische Bildung. Das vereinbarte stärkere Engagement in der Berufsorientierung, auch an Gymnasien, sei eine gute Entscheidung, damit jede und jeder individuelle Perspektive entwickeln könnten..
Überblick zu den Zielen der Allianz für Aus-und Weiterbildung [150kb PDF]

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15. December 2014 • 15:30 Antworten

HBMännchen

Es gibt also 37000 freie Lehrstellen denen 21000 junge Menschen ohne was und 260 000 junge Menschen die in einer Massnahme stecken, gegeüber? Das sieht gar nicht nach der heilen Welt aus die uns Politik vermitteln will und wo die Wirtschaft nach Fachkräften und geeigneten Bewerbern schreit. Bei einer viertelmillion junger Leute ohne Ausbildungsstelle dann Forderungen nach Zuwanderung wegen Fachkräftemangel zu stellen kommt irgendwie schlecht rüber bzw ist kaum zu vermitteln. Von der Förderung von Umschülern oder Quer-/ Rück-/Späteinsteigern-innen gar nicht erst zu sprechen.

15. December 2014 • 12:04 Antworten

LS-Systemtechnik

Ausbildung kostet Zeit und Geld und ich sehe nicht, dass die Wirtschaft bereit ist hier in ausreichendem Maße freiwillig zu investieren zumale Fachkräfte in der Industrie eben *keine* Mangelwahre sind. Wie sonst sind die prekären Arbeitsverhältnisse, Langzeitarbeitslose, Dauerpraktikanten und nicht Zuletzt die ausufernde Ausbeutungen durch Zeitarbeitsfirmen zu erklären?

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Joerg

BILLIGE Fachkräfte sind Mangelware. Wer was kann stellt Gehaltsforderungen. Das möchte man doch besser mit einen Inder oder bescheidenen Asiaten ausgleichen um die anderen gleich mit runterzuhandeln..

14. December 2014 • 17:05 Antworten
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speedy

Dies ist eine schöne Botschaft allein mir fehlt der Glaube.Eine Ausbildung schafft Lebenschancen ist sehr hochgegriffen.Die Realität sieht anders aus.Der Lohn langt oft nur zum überleben und nicht für Lebenschancen.Der Arbeitgeber presst die Arbeiterschaft aus und muss sich,auch dank der SPD,nicht einmal an den steigenden Gesundheitskosten beteiligen weil ihr den AG-Beitrag auf 7,3% festgeschrieben habt.Ich bin gespannt ob wir dann bei Lohnverhandlungen auch diesen Steigerungsbeitrag fodern dürfen oder ob das Tarifeinheitsgesetz die AG begünstigt.DANKE FRAU NAHLES UND DER SPD!!!

14. December 2014 • 09:11 Antworten

Volker Rockel

Die "Ausbildungsplatzgarantie" ist faktisch nichts weiter als eine Absichtserklärung;- und damit ist dies auch nicht verpflichtend und hat im Ergebnis auch keine Konsequenzen bei "Nicht-Einhaltung"! (und wenn man der Statistik der letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit schenken würden dann wüßte man auch, dass diese sogenannte "Ausbildungsplatzgarantie" nicht zielführend sein kann! *Wollen wir tatsächlich dazu animieren das wieder im gebotenen Maße ausgebildet wird, dann ist es jetzt an der Zeit (wieder) über eine konkrete "Ausbildungsplatzabgabe" zu sprechen!* Betriebe lassen heute "gerne durch andere Betriebe ausbilden" um sich vor dem Ausbildungsaufwand zu drücken!- dass ist eine hinlänglich bekannte Tatsache! *Also gilt es dem entgegenzuwirken und die Betriebe vor die Alternative zu stellen, entweder selber auszubilden oder die Ausbildung in anderen Betrieben (oder überbetriebliche Ausbildung!) mit zu finanzieren!*- Alles andere ist wieder nur "Alibi-Politik"!