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Joost, Oppermann und Wiesehügel
10. May 2013

Erste Mitglieder im Kompetenzteam

Fotos: Die ersten Mitglieder von Peer Steinbrücks Kompetenzteam: Thomas Oppermann, Gesche Joost und Klaus Wiesehügel
Die ersten Mitglieder von Peer Steinbrücks Kompetenzteam: Thomas Oppermann, Gesche Joost und Klaus Wiesehügel (Foto: Gerrit Sievert / Valeria Mitelmann / IG BAU)

135 Tage bleiben noch bis zur Bundestagswahl. Am Freitag gab Peer Steinbrück die ersten drei Mitglieder seines Kompetenzteams bekannt: Klaus Wiesehügel übernimmt den Bereich Arbeit und Soziales. Gesche Joost steht für vernetzte Gesellschaft und Netzpolitik. Thomas Oppermann übernimmt den Bereich Innenpolitik.

Wiesehügel ist ein Gewerkschafter von echtem Schrot und Korn. Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BAU hat schon immer standhaft für die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gekämpft. Der Sohn eines Betonbauers, der am Tag der Arbeit, am 1. Mai 1953, in Mühlheim an der Ruhr geboren wurde, ist seit Beginn seiner Lehre zum Betonbauer Gewerkschaftsmitglied. Von 1998 bis 2002 saß Wiesehügel bereits für die SPD im Bundestag.

Schulterschluss mit den Gewerkschaften

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück freut sich, den profilierten Gewerkschafter in seinem Kompetenzteam begrüßen zu dürfen: „Mit Klaus Wiesehügel konnte ich einen in der Wolle gefärbten Gewerkschafter gewinnen, der seine langjährige Erfahrung in der gewerkschaftlichen Arbeit, aber auch aus der Politik in mein Kompetenzteam einbringen wird. Ich weiß die Themen Arbeit und Soziales bei ihm gut aufgehoben.“

Den Themenbereich vernetzte Gesellschaft und Netzpolitik verantwortet Gesche Joost. Die 1974 in Kiel geborene Joost ist Professorin für Designforschung an der Universität der Künste Berlin und leitet das Design Research Lab. „Mein Thema ist der tiefgreifende Wandel unserer vernetzten Gesellschaft – sozial, kulturell und ökonomisch“, sagt die Wissenschaftlerin.

Vernetzte Gesellschaft und Netzpolitik

„Für mich ist es eine dringliche Frage, welche gesellschaftspolitischen Diskurse und regierungspolitischen Rahmenbedingungen wir initiieren müssen, um unsere Vision einer vernetzten Gesellschaft zu realisieren. Dazu gehören viele der aktuellen Themen, etwa die gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität oder die Neuregelung des Urheberrechts. Gleichzeitig müssen wir die großen Potentiale der Vernetzung politisch und gesellschaftlich ermöglichen: Open Data, Open Access, Open Innovation sind wichtige Zukunftsfaktoren, die intelligent begleitet werden müssen“, beschreibt Joost ihre politischen Ziele.

Steinbrück über die Netzexpertin: „Gesche Joost ist eine exzellente Kennerin aller Entwicklungen unseres zunehmend digitalisierten Lebens. Sie hat sich in diesem Bereich durch ihre bisherige Arbeit einen Namen gemacht. Ich freue mich sehr, dass ich sie für dieses entscheidende Zukunftsthema gewinnen konnte. Bei ihr weiß ich Themen wie die gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität oder die Neuregelung des Urheberrechts in guten Händen.“

Liberale und entschlossene Innenpolitik

Thomas Oppermann übernimmt im Kompetenzteam des Kanzlerkandidaten den Bereich Innenpolitik. Oppermann, 1954 im Kreis Warendorf geboren, ist seit 2007 parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Steinbrück freut sich, dass er den Innenpolitikexperten für sein Kompetenzteam gewinnen konnte: „Thomas Oppermann ist ein profilierter Innenpolitiker, der seine Kompetenz im Bundestag in den letzten Jahren bewiesen hat. Er steht für eine gleichzeitig liberale wie entschlossene Innenpolitik.“

Und entschlossen zeigt sich auch Oppermann nach der Nominierung: „Ich freue mich über die Berufung in das Kompetenzteam und werde mit Peer Steinbrück für eine rot-grüne Bundesregierung kämpfen. Noch 135 Tage bis zur Ablösung von Schwarz-Gelb!“

Weitere Informationen zum Kompetenzteam finden Sie hier auf der Homepage von Peer Steinbrück.

Pressefotos finden Sie hier zu Gesche Joost, zu Thomas Oppermann und zu Klaus Wiesehügel.

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15. May 2013 • 20:31 Antworten

HBMännchen

Das "Wir" kommt durch. Aber es birgt auch Gefahren für die Zukunft. Hier mit Steinbrück und Steinmeier die Agendabefürworter (tw ohne wenn und aber) dort zb der Gewerkschafter und Agendagegner. Nicht vergessen, einst ging ein Lafontaine weil er Schröders Politik für völlig falsch hielt.

14. May 2013 • 21:14 Antworten

KPMikulla

@Garfield Ich spreche natürlich für mich und bringe meine Meinung damit zum Ausdruck. Ich hoffe, man wird die Früchte hoffentlich anders einsetzen. Ja, die Agenda hat Wähler gekostet, war oder ist noch hart, das Ergebnis versucht die amtierende Regierung für sich zu proklamieren und die meisten schimpfen. Nur wir stehen in Europa gut da, viele Menschen haben Arbeit, Schüler eine Chance auf Ausbildung. Sicher es muss besser werden, gerechter, sozialer - die Mittelschicht sollte wieder wachsen, den daran erkennt man den Wohlstand einer Gesellschaft. Sicher gab und gibt es Dinge zu verbessern - das Regal neu gefüllt werden durch hoffentlich vielen aktiven Wähler der SPD die die Wahl auch als Chance sehen das leere Regal gemeinsam neu zu füllen und dieses nicht dem politischen Gegner zu überlassen. Das wäre schade, da man dann die Ernte der Früchte dem Kontrahenten auch noch ueberlaesst - das ist dann allerdings des Guten zu viel. 60 Bio € für die Banken - das will ja wohl kaum einer.

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Enemy

- _Ja, die Agenda hat Wähler gekostet_ - Die Agenda hat Menschenleben gekostet ! Aber wen interessiert das schon. Davon will man nichts wissen. Selbst wenn zu vermuten ist, dass die Zahl der Opfer, die der rechten Gewalt um ein Vielfaches übersteigt. Auch die Mittelschicht juckt das nicht. Die regt sich erst, wenn man ihnen das "Menschenrecht" auf Autobahnen zu rasen beschneiden will. Da wird von den Rücksichtslosen (Politikern) natürlich umgehend zurückgerudert. Ein hoher, durchschnittlicher Wohlstand und eine breite Mittelschicht ist eben kein Qualitätsmerkmal einer Gesellschaft. Die definiert sich vielmehr über Solidarität und GLEICHHEIT. Wenn jemand mit einem IQ von lediglich 80 geboren wird (sag ich einfach mal so), dann kann der dafür gar nichts. Dennoch wird er von der Teilhabe weitestgehend ausgeschlossen. Menschen mit Hilfe des Geldes zu unterdrücken ist ebenso zu verachten, wie duch Muskel- o. Waffengewalt. Unterm Strich macht das keinen Unterschied.

Garfield

@ KPMikulla Wer steht hier gut da? Fast 10 Mio. Niedriglohnbezieher (teilweise mit ergänzenden Sozialleistungen, um das Existenzminimum zu erreichen) und viele Mio. Arbeitnehmer und ihre Familien, die gerade so über die Runden kommen, weil der Reallohn durch die Agenda 2010 um fast 10 Prozent in 10 Jahren gesunken ist? Die Wahlergebnisse der SPD von 2003-2009 zeigen *klar *und *deutlich*, das die SPD durch die Agenda 2010 *dauerhaft* Mio. Wähler *verloren* hat, was gerade zuletzt die *23* Prozent im Jahr *2009 *gezeigt haben. Daher wird die SPD auch jetzt *nicht* von der schwachen Regierung profitieren, denn es gibt *keine Abkehr* von der neoliberalen Agenda, wie Herr Steinbrück ja schon *öffentlich* mitgeteilt hat! Warum sollten also die ehemaligen SPD-Wähler wieder die SPD wählen, die nicht von ihrem "neoliberalen Trip" runter kommt? Ernte der Früchte? Siehe Wahlergebnisse der SPD seit 2003!

13. May 2013 • 19:08 Antworten
Profilbild von Garfield

Garfield

@ KP Mikulla Welche Erfolge hat denn die Agenda 2010 für wen erzielt? Schröder war schon damals der "Genosse der Bosse"! Ich denke *nicht*, das Sie für *alle* Bürger des Landes sprechen können, denn bisher hat die SPD dadurch seit 1998-2009 ca. 10 Mio. Wähler und zig tausende Mitglieder dauerhaft verloren! Die Erschaffung des größten Niedriglohnsektors der EU war *nicht* notwendig, sondern schlicht ein *Verstoß* gegen das Bundesgesetzblatt 1964 II, S. 1261, sprich des verbindlichen Art.4, Nr.1 EuSC! "Nun gilt es auch die Früchte dieser Agenda zukunftssichernd zum Wohle der Bürger einzusetzen." Nö, brauchen wir zur Deckung des CDS-Risikos von *fast 60 Bio. Euro* der Deutschen Bank und dann noch für die Einlagensicherung ausländischer Banken, wie Herr Oppermann sicherlich erklären kann. LOL! Die Wahlergebnisse von 2003-2009 (23 Prozent) zeigen, das die SPD die *Glaubwürdigkeit* bei ca. 10 Mio. ihrer ehemaligen Wähler *dauerhaft* durch *verloren* hat!

12. May 2013 • 13:13 Antworten

KPMikulla

Die nächsten Schritte sind im beginnenden Wahlkampf getan und die Erfolge der Agenda 2010 zeigen sich. Die Agenda war notwendig und schmerzhaft für die Bürger. Jedoch haben die Bürger diese Landes die Agenda getragen - manchmal murrend und stoehnend aber diese Agenda wurde getragen -vom Bürger/Volk. Nun gilt es auch die Früchte dieser Agenda zukunftssichernd zum Wohle der Bürger einzusetzen. Das heißt Investition in die Infrastruktur wie Schulen, Bildung, Kinderbetreuung, Verkehrswege. Hin zum Mindestlohn und Sicherung der Rente auf einem lohnenden Niveau. Man sieht, die SPD arbeitet daran um wieder naeher beim Wähler zu sein und das ist ein gutes Zeichen. Themen mutig angehen und die Agenda weiter ausbauen und die Bürger mitnehmen damit diese verstehen was gewollt wird. Den Wohlstand eines Volkes erkennt man an der Breite der Mittelschicht den diese sichert den Wohlstand weil von vielen Menschen viel Tägliches konsumiert wird. Hoher Konsum = hohe Inlandsnachfrage = 2. Standbein.

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HBMännchen

Ehrlich. Fast alle Probleme die heute vorhanden sind, sind die Folgen der Agenda. Fehlende Mindestlöhne, Facharbeitermangel (weil die nach Jahren in Ausweichjobs keine Qualifikation mehr haben), Niedriglohnjobs, unsichere Arbeitsverhältnisse, Willkür bei den Jobcentern (weil die Sachbearbeiter sich nicht auskennen oder Druck haben), Rentenarmut, wobei die Riesterrente völlig an den Bedürftigen vorbei ging, Kluft zwischen Arm und Reich und wer Zukunftsängste hat, der gründet keine Familie, setzt keine Kinder in die Welt. Und weil das alles auch im Namen des Wettbewerbs in Europa einherging, fordert nun auch die EU das Deutschland endlich höhere Löhne zahlt. Eigentlich eine Ohrfeige!

11. May 2013 • 13:16 Antworten
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Garfield

Was hat denn die IG BAU (Herr Wiesehügel) seit 2003 gegen die Agenda 2010 praktisch unternommen und was wird Herr Wiesehügel heute Herrn Oppermann (als Befürworter der Agenda 2010) intern und öffentlich zur Agenda 2010 antworten? Was sagt Herr Wiesehügel zu der Berechnung von Herrn Dr. Schulten (WSI, HBS) in Höhe eines *gerechten* Mindestlohnes von *12,24 - 12,40* Euro/Std. (brutto) für das Jahr *2011* im Hiblick auf die Einhaltung des Bundesgesetzblatt 1964 II, S. 1261? Da die Agenda 2010 *bis dato* für *Mio. von Menschen* wirkt, wird *nicht *vergessen, das der *DGB* (Sommer, SPD) und die DGB-Gewerkschaften *Ver.di* und *IG Metall* den Hartzreformen *zugestimmt* haben und somit auch durch ihnen der größte Niedriglohnsektor in der EU ermöglicht wurde! Auch Herr Wiesehügel ändert *nichts* an dieser Tatsache und die SPD muss lernen, das sie zwar die Agenda 2010 basta-mäßig durchgesetzt hat, aber dafür *nachhaltig Mio. Wähler verloren hat*, solange die Hartzreformen noch existieren!